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24May/110

Social SEO – ein bisschen Guerilla tut gut

Es gab Zeiten, da waren Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Social Media Marketing zwei kaum miteinander verbundene Disziplinen. Onlinemarketer setzten eventuell bereits damals auf beide Instrumente. Kombistrategien, mit denen etwa Social Media Marketing SEO unterstützt, waren dagegen selten. Das ist längst anders geworden. Und die Zukunft dürfte ein weiteres Zusammenwachsen beider Disziplinen bringen, da soziale Suche bei Suchmaschinen an Bedeutung gewinnt. Social SEO ist die passende Antwort, durch die auch viral verbreitete Inhalte im Netz, spektakuläre Ideen und Außergewöhnliches wichtiger werden. Guerilla eben!

Social Media Marketing hat Einfluss auf SEO

Unternehmen, die Social Media Marketing betreiben, haben verbesserte Chancen auf vordere Ränge in den Suchmaschinen Bing und Google. Das haben beide Unternehmen in einem Anfang Dezember 2010 veröffentlichten Interview mit dem Suchmaschinen-Experten Danny Sullivan zumindest für Aktivitäten auf der Plattform „Twitter“ bestätigt. „Hat es Einfluss auf die Platzierung des jeweiligen Twitter-Nutzers in regulären Suchmaschinen-Ergebnissen, wenn sein Twitter-Posting retweeted oder oft darauf hingewiesen wird?“ war sinngemäß die Frage.

Wir schauen auf die Bedeutung eines Nutzers in sozialen Netzwerken“, antwortete Bing, „und das hat etwas Einfluss auf das Ranking in Suchmaschinen.“ „Ja, wir nutzen es als Signal“, antwortete auch Google.

Ignoranz sieht anders aus!

Social Media – Kontakte als Empfehlende

Beide große Suchmaschinen – Google und Bing – engagieren sich auch beim Ausbau der so genannten sozialen Suche.

  • Soziale Suche bedeutet etwa bei der Suchmaschine Bing: Nutzer bekommen bei ihrer Suche nicht alleine Websites als Ergebnisse angezeigt. Als Facebook-Nutzer erhalten sie auch Informationen, wer aus ihrem Facebook-Netzwerk mit dem Like-Button eventuell Zustimmung zur jeweiligen Seite geäußert hat. Das dürfte den jeweiligen Seiten ein höheres Maß an Aufmerksamkeit sichern. Der Suchmaschinennutzer bekommt also Empfehlungen seiner Freunde aus sozialen Netzwerken angezeigt, was Empfehlungen durch Kunden und potenzielle Kunden wiederum für werbende Unternehmen bedeutsamer macht.
  • Eine Partnerschaft zwischen Google und Facebook sucht man bislang vergeblich, da beide Unternehmen einander nicht unbedingt das Beste wünschen. Für den deutschen Markt ist das eindeutig ein Manko. Facebook ist hierzulande die beliebteste Social Media – Plattform und Google mit Abstand die bedeutendste Suchmaschine. Und Engagement auf Facebook trägt für SEO in Bezug auf Google nur wenig bei. Das bedeutet allerdings nicht, dass Google bei der Vernetzung mit Social Media untätig ist. Relevant sind bei der sozialen Suche von Google Twitter-Beiträge, Blog-Artikel, Bilder auf Flickr und Videos auf YouTube, die in irgendeiner Verbindung mit dem sozialen Netzwerk des Suchmaschinennutzers stehen.

Soziale Suche steckt zwar noch immer ein gutes Stück weit in den Kinderschuhen, aber es steht zu vermuten, dass seine Bedeutung in Zukunft wachsen wird.

Die Social SEO Media Kampagne

Was bedeutet das alles für moderne und gelungene Suchmaschinenoptimierung? Zunächst bedeutet es natürlich, DASS Social Media Marketing zukünftig auch für gute SEO wichtig wird. Die Entwicklungen genau zu verfolgen, ist aber auch für das Wissen wichtig, WIE Social Media Marketing erfolgreich in SEO – Strategien eingebunden wird. Eines kristallisiert sich da schnell heraus: Mit bloßer Präsenz auf den Social Media Plattformen alleine ist es nicht getan.

Vielmehr gilt es, den großen Vorteil dieser Plattformen möglichst perfekt auszunutzen: die hohe Chance auf Interaktivität, auf echten Dialog mit Kunden und potenziellen Kunden, und darauf, Social Media Nutzer zu Multiplikatoren von Marketingbotschaften zu machen.

Konkret bedeutet das beispielsweise:

  • Virale Inhalte, über die diskutiert wird, bei denen Gefallen bekundet wird, die im Internet von Nutzer zu Nutzer verbreitet werden, gewinnen auch für SEO an Bedeutung.
  • Das bedeutet auch: Der Unternehmer muss mit seinen Inhalten im Netz noch stärker als bisher zum Entertainer und/oder zum kommunikativen Dialogpartner werden,
  • Eine gute Social Media Strategie mit Einfluss auf SEO für ein Unternehmen darf nicht alleine auf möglichst viele Fans, Follower etc. setzen. Auch die Aktivität der jeweiligen Social Media Kontakte ist gefragt, weil sie die Präsenz des Unternehmens in Suchmaschinen stärkt.
  • Die Kooperation mit einflussreichen Bloggern wird vermutlich in Zukunft ebenfalls an Bedeutung gewinnen. Gastbeiträge eines Unternehmens im Blog werden den Kontakten des Bloggers zukünftig auch in Suchmaschinen prominenter präsentiert. Und einflussreiche Blogger haben viele Kontakte!
  • Noch wichtiger als zuvor dürfte auch der Kontakt mit anderen Multiplikatoren auf Social Media Plattformen werden, die ihrerseits viele Kontakte pflegen. Durch deren Empfehlung steigt die Chance immens, auch in Suchmaschinen mehr Aufmerksamkeit zu wecken.
  • Für eine gute Präsenz auf Google ist Aktivität auf Twitter oder YouTube höchstwahrscheinlich wichtiger als auf Facebook. Das ist wichtig, weil Google mit großem Abstand die Nummer EINS der Suchmaschinen in Deutschland ist. Bestenfalls lässt man Facebook beim Social Media Marketing dennoch nicht komplett außen vor. Die Plattform ist schließlich die bedeutendste ihrer Art für Deutschland.

Klassisches SEO vs. Social SEO

Heißt das alles nun, dass Social Media Marketing die klassischen SEO-Strategien komplett ersetzt? Sicherlich nicht. Nach wie vor werden Keywords auf Websites und die klassische Verlinkung zwischen Website und Website bedeutend sein. Gutes Social Media Marketing wird dennoch an Bedeutung gewinnen, um auch auf Suchmaschinen zukünftig zu punkten. Hier heißt es: Verpasse den zug nicht. Sonst überrollt er dich vielleicht.

Über den Autor: Brandwatch ist einer der weltweit führenden Tools für das Monitoring und die Erfassung von Social Media. Fordern Sie eine kostenlose Demo an und erleben Sie Brandwatch live in Aktion.

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10Apr/090

Kampfkünstler: Suchmaschinenoptimierer

Hier mal sechs Punkte, wieso man Suchmaschinenoptimierer mit Kampfkünstlern vergleichen kann. Aufgeteilt in offensive und defensive Skills. Den wohl oder übel ist auf dauer beides nötig.

Defensive Skills

Training - Wer rastet, der rostet!

Jaaa, alter Spruch aber passend. Ein Kampfkünstler muss ständig trainieren um fit und konkurrenzfähig zu bleiben. Hat er ein großes Defizit "erarbeitet", wird es nicht mehr allzu leicht sich in Toppositionen zu etablieren.

Als SEO sollte man auch up to date bleiben. Besonders wenn Google so viele neue Features wie momentan auf uns hetzt. Einen Markt zu Spät zu sehen und erst irgendwann nachzutrödeln kann Verlust bedeuten.

Da Suchmaschinenoptimierer nicht nur(bzw. nicht mehr) nur auf SERPS achten müssen, wäre es angebracht sich auch für alternative, neue und zielgruppenorientiertere Wege zu interessieren.

Disziplin - Seine Grenzen kennen

Dieser Skill kann jeden treffen. Networken, lesen, testen und massenhaft Projekte sind bei vielen doch Alltag. Hier heißt es wie bei Kampfkünstlern sich zu kennen und etwas auf die eigenen Bedürfnisse zu achten. Burn Out heißt das Modewort.

SEO ist heute wie schon erwähnt nicht mehr das reine Ranking. Entweder man ist ein guter Outsourcer oder ein Allrounder. So oder so bedarf es viel Zeitaufwand und Energie. Ersteres sollte man besser einteilen und die Energiereserven müssen von Zeit zu Zeit auch wieder richtig aufgeladen werden.

Abwarten - Die Tugend der Geduld

Eigentlich könnte dieser Punkt vor der Disziplin kommen. Weder Kampfkünstler noch Suchmaschinenoptimierer wird man von heute auf morgen mit Erfolg. Hier heißt es Geduld beweisen, sich einen guten Zeitplan zurecht zu legen und beständig zu bleiben. Und die Algorithmen für sich arbeiten lassen.

Wie der Mensch nun mal geschaffen ist, wächst er mit der Zeit und der Routine. Und gute Arbeit benötigt nun mal seine Zeit. Wer hier klaren Kopf behält, sich des Zeitraumes bewusst bleibt, hat genug geistigen Freiraum um sich um weitere wichtige Maßnahmen zu kümmern(wie z.B. PPC-Kamagnen für ganz eilige).

Offensive Skills

Status Quo - Wissen sammeln

Wissen ist Macht. Um nicht unnötig Zeit und Energie zu verschwenden, ist es gut viel über seine Konkurrenten und sein Zielgebiet zu wissen. Kaum ein Kampfsportler wird nur seinen eigenen Kampfstil kennen. Umso mehr er über freme Künste in Erfahrung bringen kann, umso gezielter kann er seine Skills darauf abstimmen.

Als Suchmaschinenoptimierer sollte man bevor man blindlinks optimiert eine genaue Analyse des Zielmarktes, der Konkurrenten und den Möglichkeiten durchführen. Es dürfte nämlich recht Kosten und Zeitintensiv sein auf die gleichen Optimierungsmethoden zu setzten wie z.B die Top20. Welche dann zusätzlich auch schon mit massenhaft Trust und Authorität belohnt wurden. Das Sammeln der relevanten Informationen ist eine der höchsten Disziplinen.

Überblick - Als Stratege fungieren

Was würde es unserem mittlerweile top-trainierten, auf sich selbst gut achtenten, disziplinierten und mit Informationen über die Konkurrent bewaffneten Kampfkünstler bringen, ohne Strategie zu kämpfen? Eine Lektion, die ihn für das nächste mal noch mächtiger macht, aber nicht unbedingt nötig gewesen wäre. Um die Zeit somit wieder besser zu nützen.

Negative Erfahrungen werden nie ausbleiben(und gehören zweifelsohne zur Entwirklung), aber um motiviert dabei zu bleiben gehören kleine Erfolge in Arbeit auf das große Ganze. Große Ziele gehören strategisch in kleine Teilziele und Aufgaben zerlegt. Wäre z.B. die intensivere Einbindung des Long Tails, SMM und weitere Möglichkeiten um an sein Ziel zu kommen.

Hilfsmittel - Die Wahl der Waffen

Ist der Kämpfer schlecht, helfen ihm die besten Waffen nichts(moderne Waffen zählen hier nicht). Ist er gut ausgebildet und weiß worauf es ankommt, können Hilfsmittel in seiner Hand ihn mächtiger werden lassen. Denoch sollte er sich für die ihm geeignetsten entscheiden. Was würde ihn ein gutes Schwert helfen wenn er ein mit einem lausigen Bogen besser wäre?

SEO-Tools gibt es massenhaft. Bei der Wahl seiner "Waffen" sollte man sich Zeit lassen und eventuell mehrere testen. Denn wie so oft können die eigenen Vorlieben und die damit verbunden Freuden am arbeiten eine große Rolle spielen. Sei es ein Tool das die Daten grafischer schöner darlegt oder Datensätze kombiniert - auf die Kunst des Auswertens der relevanten Informationen kommt es an!

8Apr/090

Von TLDs vs ccTLDs und erlaubtem duplicate content

Aufgegriffen habe ich den Startschuss zu diesem Thema mit den TLDs bei Seo United - TLDs in Deutschland. Da ich der Meinung bin, hier noch etwas globaleres dazugeben zu müssen.

Zuerst sollten wir mal folgende Definitionen klären:

Was ist eine TLD und ccTLD?

neutrale TLD: Für alle die es hier schon besser wissen(ich weiß es auch ; ), es gibt noch mehr Unterteilungen - diese sind hier aber nicht relevant). TLD ist ein Akronym für Top Level Domain. Das heißt soviel wie der letzte Teil eines Domainnamen, die Endung nach dem Punkt. Wie z.B. bei www.google.com das ".com". Passend für jeden Staat auf dieser Erde. Natürlich fällt hier jede Domain hinein als Überbegriff. Aber ich möchte in diesem Artikel zwischen Domains die man überall praktisch verwenden kann und den folgenden ccTLDs differenzieren.

ccTLD: heißt ausgeschrieben country-code Top Level Domain, was übersetzt soviel heißt wie länderspezifischer Domainname. Was auch recht praktisch ist, da doch großteils der Suchanfragen, nach Ergebnissen im eigenen Land verlangen. (Was nicht heißt dass, das mit normalen TLD´s nicht ginge - siehe Kriterien).

Wer mehr dazu lesen möchte kann sich bei Wikipedia - Top Level Domains schlau machen.

Auf was achten Suchmaschinen?

In Zeiten der personalisierten Suche, versuchen die Suchmaschinen (for example bei diesem Beitrag auf Google und Yahoo! ausgelegt) bestmögliche Ergebnisse zu liefern. Da sowas immer relativ ist, heißt das in diesem Fall, dass sie Ergebnisse aus dem Suchereigenen Land zeigen möchten (über erweiterte Suche kann man das z.B Umstellen). Jetzt zeigt aber die Auswertung von Constantin, dass die ccTLDs domieren, aber die normalen TLDs auch ganz vorne mitspielen. Wie das in etwa zustandekommen kann, erläutere ich nun.

Kriterien für Länderranking

ccTLD: Für alle sofort ersichtlich und ohne weitere Erklärung.
Serverstandort: Könnte natürlich als Indiz genommen werden wenn sonst keine weiteren Hinweise zur Verfügung stehen.
Sprache der Site: Ist natürlich auch ein Hinweis. Aber sollte die Site auf Englisch sein, nicht gerade der genauerste.
Google Webmaster Tools:Wie sicher allgemein Bekannt, kann man hier Verzeichnisse und Subdomains für neutrale TLDs für spezifische Länder zuordnen. Funktioniert allerdings bei ccTLD´s nicht. -> und ist auf Google beschränkt.
Auf die Site verweisende Links: Wenn 80% der einkommenden Links aus Deutschland kommen, wird das Geografische Zielgebiet eher dort liegen.
Adresse: Zu guter letzt noch die Adresse, welche auch besonders für lokale Suchanfragen genützt wird.

Wie an den Kriterien zu sehen ist, kann Google auf viele Quellen zugreifen um eine TLD zu lokalisieren, um es den "richten" Länder - Suchanfragen zur Verfügung zu stellen. Wenn mehrere Fakten zusammenspielen ist die Sache offensichtlich. Beachten sollten man jedoch dass in den ausgewerteten Seiten von Constantin nur ccTLDs auf den Platzierungen 1 und 2 zu finden sind.

ccTLDs - kein Duplicate Content

Für alle die ihre Seite für das Inland betreiben, könnte man Sagen es scheint gleich zu sein. Obwohl ich die ccTLD bevorzugen würde. Sollte man eine Site größer anlegen wollen, sieht es schon anders aus. Die ccTLDs ermöglichen es für gleichsprachige Länder den selben Inhalt zu verwenden ohne die Gefahr, dass er als Duplicate Content erkannt wird.

Soll heißen: der gleiche Inhalt auf www.Seite.at, www.Seite.de und www.Seite.ch wird in das jeweilige Länderränking einbezogen und nicht als duplicate content ausgefiltert.

Nicht alles ist Gold was glänzt

Yahoo! & Google gaben auf der vergangen SMX in Sydney bekannt, dass sie den selben Inhalt für länderspezifische Domains (ccTLDs) seperat behandeln. So toll das auch wieder klingt hat das seine Vor- und Nachteile. Einer der negativen Hauptfaktoren dürfte sein, dass gepallte Linkpower (+ sonstige Werte) nicht mehr auf einer Domain gebündelt ist. Ob das den Bonus für das bessere länderspezifische Anfangsranking wieder zunichte macht, muss jeder selbst entscheiden.

Ob mehrere ccTLDs, eine große Site oder Ortermittlungssoftware mit redirects... Möglichkeiten gibt es viele. Und je nach Unternehmen und Bedarf, muss man sich darüber Gedanken machen was man im weiteren Sinne erreichen möchte.

Aber das ist wieder ein anderes Thema.

Fazit: Ob ccTLDs für inländische Seiten wirklich Vorteile bringen ist schwer zu sagen da es viele Kritieren gibt. Aber globaler gesehen, kann es enorme Vorteile bringen(sollte man es benötigen), wenn man es richtig Umsetzt. Aber es geht auch ohne!